Wallfahrtsgeschichte

Wallfahrtsgeschichte

Die drei Wallfahrtsziele der Basilika

In der Basilika auf dem Liebfrauenberg werden drei Ziele aufbewahrt, zu denen Wallfahrer vertrauensvoll für Bitte und Dank nach Rankweil kommen. Es sind dies das Gnadenbild in der Gnadenkapelle, das Silberne Kreuz im Scheitel des Hauptschiffes und der Stein des Hl. Fridolin in der Fridolinskapelle.

Das Gnadenbild

Das Gnadenbild von Rankweil stammt aus dem 15. Jahrhundert (um 1460) und wurde von Hans Rueland aus Opfenbach im Allgäu angefertigt. Die Figur ist aus Lindenholz geschnitzt.

Maria steht auf einer nach oben gewölbten Mondsichel. Sie trägt Jesus auf dem linken Arm, der sich mit seinem rechten Arm am Hals seiner Mutter festhält. Das Kind hat eine goldene Walnuss in seiner linken Hand. Sie ist nach dem Heiligen Augustinus ein Symbol für Christus: Die grüne Fruchthülle bedeutet Christi Leiden auf Erden, die hölzerne Schale weist auf das Holz des Kreuzes, der darin verborgene, essbare Kern auf die Leben spendende, göttliche Natur Christi.

Gnadenbild

Das Silberne Kreuz

Das Silberne Kreuz oder Wundertätige Kreuz ist 1233 durch Walter von Reutlingen, als er Pfarrer in Rankweil wurde, vermutlich aus Chur hergebracht worden. Das eigentliche Wundertätige Kreuz befindet sich in der silbernen Hülle und ist aus Lerchenholz.

Im Jahre 1723 entschloss man sich, das hölzerne Kreuz mit Kupfer zu überziehen, um es zu schützen. Im Jahre 1780 wechselte ein Feldkircher Goldschmied im Geheimen das Kupfer gegen Silber aus. Dazu benützte er die vorhandenen Silbervotivgaben, um sie vor der Auslieferung an die kaiserliche Regierung in Wien zu retten.

Das Kreuz ist 131 cm hoch und wiegt etwa 36 kg.

Silbernes Kreuz

Stein des Heiligen Fridolin

In der kleinen Fridolinskapelle unter der Sakristei befindet sich der Stein des Heiligen Fridolin, der ein wichtiger Glaubensbote im alemannischen Raum war.

Der Legende nach soll der Heilige Fridolin auf diesem Stein völlig entmutigt nach seinem ersten Auftritt vor dem Gaugericht in Rankweil gekniet und gebetet haben, und zwar so inbrünstig, dass sich seine Arme und Knie in den Stein hineindrückten. Viele Menschen vertrauen darauf, dass ein Knien in den Abdrücken des Steines Rheuma und andere Schmerzen lindert.

Stein des Hl. Fridolin

Historische Bilder

Rankweil und der Liebfrauenberg in vergangenen Zeiten

Marktplatz Rankweil 1925

Marktplatz – Rankweil im Jahre 1925

Lichterprozession 1935

Lichterprozession in Rankweil im Jahre 1935